Strukturierte Finanzprodukte

Liebe Community diesen Freitag stellen wir euch strukturierte Finanzprodukte vor.

Viel Spaß beim Lesen!!
#financialfriday

Strukturierte Finanzprodukte

Unter strukturierten Finanzprodukten lassen sich die Kombinationen verschiedener, standardisierter Finanzinstrumente mit unterschiedlichen Laufzeiten, Verzinsungen oder Tilgungen verstehen. Folglich entstehen Finanzinstrumente mit neuen Eigenschaften, wie etwa ihrem Rendite-Risiko-Profil oder ihrer steuerlichen Behandlung, und können so maßgeschneiderte Produktlösungen für Kunden bieten. Bei der Konstruktion von strukturierten Finanzinstrumenten werden neben herkömmlichen Finanzanlagen außerdem Derivate verwendet. Während strukturierte Produkte für Anleger eine Anlageform bieten, weisen sie für Banken in erster Linie eine Finanzierungsfunktion auf.

Neben den Vorteilen der unterschiedlichen Risiko-Rendite-Anpassungen bieten die Finanzinstrumente für Privatanleger auch die Möglichkeit in bisher schwer zugänglichen Märkten zu investieren. Zudem können Anleger durch die Anlage ihre Transaktionskosten senken und ihren Diversifikationsgrad erhöhen, da beim Kauf eines strukturierten Produktes nur eine Transaktion notwendig ist, aber oftmals damit Positionen in mehreren Produkten eingegangen werden. Jedoch bergen die Produkte auch eine Vielzahl von Nachteilen. Ein entscheidender negativer Aspekt ist es, dass es Anlegern schwer fällt, sich bei ihrem Investment zu orientieren. Durch die Komplexität der Instrumente sind sich die Investoren meist nicht im Klaren, aus welchen Bestandteilen die Produkte konstruiert werden und wie sie funktionieren. Auch die unterschiedliche Namensgebung jeder Bank erschwert es den Anlegern, die Produkte zuzuordnen. Über die Kosten der Anlage ist den Käufern aufgrund fehlender Offenlegung der Banken wenig bewusst. Die Kosten werden meist nicht explizit, wie beispielsweise bei einem Fondinvestment, bei welchem die Kosten eindeutig festgelegt werden, aufgezeigt, sondern spiegeln sich in Partizipationsverzichte am Gewinn oder ähnlichem wieder. Ferner besteht auch ein Emittentenrisiko. Da strukturierte Finanzprodukte beispielsweise aus Inhaberschuldverschreibungen bestehen können, droht den Anlegern im Fall einer Zahlungsunfähigkeit des Emittenten der teilweise oder vollständige Verlust ihrer Zahlungsansprüche. Deshalb ist das Rating des Emittenten von entscheidender Rolle.

Auf dem Finanzmarkt gibt es eine große Anzahl an unterschiedlichen, strukturierten Finanzprodukten. Sie können durch ihre konstruierten Eigenschaften in drei Gruppen unterteilt werden. Jede einzelne Gruppe unterscheidet sich hauptsächlich in ihrem Risiko-Rendite-Profil und damit letztendlich in der Zielgruppe von Anlegern. Man unterscheidet zwischen Zertifikaten, Kapitalschutz-Produkten und Produkten mit einer Maximalrendite.

2018-07-05T18:33:15+00:00